Therapie

Meine Leistung umfasst verhaltenstherapeutische Behandlung des gesamten Spektrums psychischer Störungen und richtet sich an Personen, die z.B. unter folgenden psychischen Problemen leiden:

Depressionen

Depressive Episoden zeichnen sich durch

  • niedergeschlagene, traurige Stimmung
  • Verlust von Freude und Interesse an Aktivitäten, die früher Spaß gemacht hatten
  • Antriebslosigkeit, Wunsch nach Rückzug
  • Gefühl von Wertlosigkeit
  • Schuldgefühle
  • Schlaflosigkeit oder vermehrter Schlaf
  • psychomotorischer Unruhe oder Verlangsamung 
  • Grübeln und negativ gefärbtes, sorgenvolles Denken

Von einer depressiven Episode spricht man, wenn diese Symptome länger als 2 Wochen anhalten.

 

Dysthyme Störung

Zeichnet sich durch ähnliche, Symptome wie bei einer Depression, die jedoch nicht so ausgeprägt sind. Die Symptome dauern allerdings mindestens 2 Jahre an.

Zwangsstörungen

Bei Zwangsstörungen geht es um Zwangsgedanken und Zwangshandlungen. Zwangsgedanken sind quälende, schwer kontrollierbare, angstauslösende Vorstellungen und Bilder, welche Betroffene versuchen zu vermeiden. Zwangshandlungen sind sich aufdrängende Handlungen, Stereotypien oder Rituale, die Betroffene unangenehm und übertrieben ansehen, aber immer wieder durchführen müssen, da sie sonst schlimme Folgen befürchten.

Somatoforme Störungen und unerklärte Körperbeschwerden

Bei Somatisierungsstörung geht es um hartnäckige, lang anhaltende körperliche Beschwerden, die trotz wiederholter medizinischer Untersuchungen nicht körperlich begründbar sind, ein großes Leid hervorrufen und häufige Arztkonsultationen nach sich ziehen. Bei Hypochondrischer Störung geht es um die Überzeugung, an einer schweren körperlichen Krankheit zu leiden und eine Weigerung die medizinische Feststellung zu akzeptieren, dass keine ausreichende physische Ursache für körperliche Symptome vorliegt.

Begleitende Behandlung bei Schizophrenie

Man spricht von einer Schizophrenie, wenn Wahn, Halluzinationen (Sinneseindrücke ohne Vorliegen der Objekte in der Außenwelt), Denkstörungen (z.B. Verlangsamung oder Beschleunigung des Denkens, plötzliches Abbrechen von Gedankengängen), Ich-Störungen (veränderte Wahrnehmung der Grenzen zwischen sich und der Außenwelt) sowie bestimmte Veränderungen der Gefühlswelt (z.B, das Gefühl der „Gefühllosigkeit“) auftreten. Es kann dabei zu Ruhelosigkeit oder einem sozialen Rückzug kommen. Bei Entstehung der Störung spielen im Vergleich zu anderen psychischen Störungen biologische Faktoren sowie Besonderheiten des Nervensystems eine besonders starke Rolle. Die akuten Symptome treten in einer psychotischen Phase der Erkrankung ein und werden medikamentös behandelt. In meiner Praxis biete ich eine begleitende Unterstützung im Verlauf der Störung nach dem Abklingen der akuten Symptomatik.

Burnout

Der Begriff „Burnout“ hat in den letzten Jahren eine weite Verbreitung gefunden, wobei Burnout in der aktuellen internationalen Klassifikation aller Krankheiten, der ICD-10, nicht als offizielle Krankheitsdiagnose, sondern als eine Zusatzdiagnose vorgesehen ist. Betroffene Menschen suchen nach Hilfe, weil sie sich aufgrund beruflicher oder anderweitiger Überlastung bei Lebensbewältigung erschöpft, müde, ausgebrannt, demotiviert und nicht mehr leistungsfähig fühlen. Ein erstes Warnsignal ist, wenn Menschen nach der Arbeit nicht mehr abschalten können. Die Lebensfreude, die Gesundheit und die Schaffenskraft gehen verloren. Es kommt zu einer ausgeprägten körperlichen und geistigen Erschöpfung, wobei eine Regenerationsfähigkeit beeinträchtigt wird. Zunehmende körperliche Beschwerden und Persönlichkeitsveränderungen erschweren oft zusätzlich den Zustand der Betroffenen und ihre Lebensbewältigung.

Wenn man von Burnout spricht, sind meist folgende Dimensionen beteiligt:

 

1. Emotionale Erschöpfung:

Körperliche, geistige und emotionale Ermüdung bis zur Apathie

 

2. Depersonalisation:

verschlechterte Beziehungen zu anderen Personen, aber auch die Veränderung der eigenen Person, die man oft als eine Entfremdung sich selbst, der Arbeit und den anderen gegenüber empfindet.

 

3. Leistungsabbau:

die Leistungsfähigkeit geht aufgrund von oben genannten Faktoren unvermeidlich zurück und äußert sich schließlich in einer Form des Widerwillens gegen alles, was man als einen Endzustand in einem kontinuierlichen regelhaften Prozess der Entwicklung von Burnout sieht. 

Angststörungen

Einige typische Anzeichen von Angststörungen sind:

  • Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Schwindel
  • panische Angst
  • Befürchtung, Kontrolle zu verlieren
  • Gefühl, wahnsinnig zu werden
  • Vermeiden gefürchteter Situationen

Panikstörungen:

Eine intensive Angst setzt plötzlich ein und erreicht innerhalb von einigen Minuten ihren Maximum. Dabei treten solche Symptome auf wie Herzrasen, Schwitzen, Benommenheit, Brustschmerzen, Schwindel, Kälteschauer, Zittern, Gefühl nicht wirklich da zu sein (Depersonalisation) oder Gefühl, die Objekte seien unwirklich (Derealisation).

 

Phobien:

Die Angst wird durch ungefährliche Objekte oder Situationen ausgelöst. Bereits ihre Vorstellung oder Erwartung löst die Angstsymptome aus. Die befürchtete Situationen und Objekte werden in Folge gemieden oder nur mit großer Anspannung durchgestanden. Manchmal kann sich die Angst zu Panikattacken aufschaukeln.

 

Bei sozialen Phobien treten Ängste in sozialen Situationen, Öffentlichkeit oder bei Teilnahme an kleinen Gruppen auf. Meist wird befürchtet, sich peinlich zu verhalten und negativ bewertet zu werden. Bei spezifischen Phobien geht es um Ängste vor ganz bestimmten Objekten oder Situationen (z.B. vor bestimmten Tieren, Höhen, Dunkelheit, Benutzung von Flugzeugen, Blut- oder Verletzungen, Zahnarztbesuch, etc.).

 

Generalisierte Angststörung:

anhaltende, schwer kontrollierbare Sorgen und diffuse Ängste darüber, dass einem Selbst oder anderen etwas Bedrohliches passieren könnte. Diese sind oft durch typische Anzeichen von Angst sowie der Unfähigkeit zum Entspannen verbunden.

Essstörungen (Bulimie, Anorexie)

Verschiedene Essstörungen zeichnen sich durch ein gestörtes Essverhalten aus. Die Themen im Zusammenhang mit Essen und Körpergewicht stehen für die Betroffenen im Vordergrund. Bei Anorexie wird ein absichtliches Untergewicht (mind. 15% unter dem normalen erwarteten Gewicht; BMI weniger als 17,5) durch Reduktion des Essens herbeigeführt, wobei die Angst vor dem Dickwerden im Vordergrund steht. Bei Bulimie leiden die Betroffenen unter Heißhungerattacken, die sie durch Gegenmaßnahmen wie Erbrechen oder exzessive sportliche Betätigung zu kompensieren versuchen.

Reaktionen auf schwere Belastungen und Traumata

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) wird als eine normale Reaktion eines normalen Menschen auf ein abnormes Ereignis definiert. So ein Ereignis ist meist mit einer Bedrohung für das Leben und / oder für die Unversehrtheit des Betroffenen oder einer ihr nahe stehenden Person verbunden. Der Betroffene erlebt das traumatische Ereignis immer wieder unkontrolliert und ungewollt auf eine unangenehme Art und Weise (Albträume, plötzliche Bilder). Er hat dabei oft das Gefühl, „neben sich zu stehen“ (Depersonalisation) oder dass die Welt unwirklich ist („Derealisation“). Alles was mit dem erlebten Trauma zusammenhängt wird vermieden. Typisch ist darüber hinaus eine körperliche Reaktion in Form von Erregbarkeit, Schreckhaftigkeit, Konzentrations- und Schlafstörungen.

Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörungen äußern sich in problematischen Einstellungen und einer ungünstigen Art zu denken, zu fühlen und sich zu verhalten, welche sich als durchgängiges Muster in verschiedenen Situationen des Alltags zeigt.

 

Persönlichkeitsstörungen entstehen sehr früh, meistens in der späten Kindheit oder im frühen Jugendalter. Sie zeigen sich am deutlichsten in den Beziehungen zu anderen Menschen.

Der Betroffene hat in der Regel ungünstige Gedanken bezüglich sich selbst ("Ich bin nicht liebenswert") und bezüglich Beziehungen ("Ich werde von anderen nicht akzeptiert"). Darauf entwickelt er ungünstige Strategien für den Kontakt mit anderen Menschen („ich darf nicht „nein“ sagen“), um in Beziehungen das zu bekommen, was ihm wichtig ist. Häufig leidet dabei die Umwelt des Betroffenen, die Lebensqualität der betroffenen Person kann deutlich gemindert sein.

 

Die häufigen Persönlichkeitsstörungen und Ihre Hauptmerkmale sind: 

  • Paranoide: ein Muster von Misstrauen und Feindseligkeit sowie Neigung, sich durch andere schnell gekränkt und verletzt zu fühlen
  • Schizoide: zeichnet sich durch eine emotionale und zwischenmenschliche Distanzierung
  • Schisozypische: charakteristisch sind exzentrische Ideen und außergewöhnliche Wahrnehmungen sowie das Gefühl des Unbehagens in sozialen Situationen
  • Antisoziale: häufige Regel- und Gesetzverstoße sowie Verhaltensweisen, die exklusiv auf Befriedigung anderer Bedürfnisse ohne Schuldempfinden gerichtet sind
  • Borderline: Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen und in dem Selbstbild; häufig sind extreme Gefühlsschwankungen, die durch impulsives Handeln begleitet werden
  • Histrionische: typisch ist ein übermäßiges Verlangen nach Aufmerksamkeit und damit einhergehende übertriebene Darstellung eigener Innenwelt
  • Narzisstische: zeichnet sich in der Regel durch die Überzeugung von eigener Großartigkeit, ein mangelndes Einfühlungsvermögen sowie eine starke Anspruchshaltung
  • Ängstlich-vermeidende: Hauptmerkmal ist eine große Selbstunsicherheit und Vermeidung vieler sozialer Situationen
  • Dependente: betroffene Personen sind oft unfähig, eigenständig Entscheidungen zu treffen, vermeiden Konflikte und leiden unter starken Verlustängsten
  • Zwanghafte: zeigt sich in einem Muster von Perfektionismus, hohen Ansprüchen an eigene Leistung, übertriebener Gewissenhaftigkeit. Die Personen verlieren sich oft in Details und haben strenge Anschauungen
  • Negativistische: kritische, negative und oft destruktive Grundhaltung sowie eine Tendenz zum passiven Widerstand im sozialen Bereich
  • Depressive: typisch sind dauerhaft negative Grundhaltung dem eigenen Leben und der Zukunft gegenüber, Grübeln, sich selbst und andere abwertende Denkmuster, häufige Gefühle des Unglücklichseins und eine übermäßige Ernsthaftigkeit

Die Behandlung von psychischen Störungen erfolgt mit wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Methoden und wird durch Kostenträger übernommen.

Anpassungsstörungen und Krisen

Nach belastenden und herausfordernden Lebensereignissen wie schwere Krankheit, Trauerfall, Trennungserlebnis, Verlust eines Arbeitsplatzes, nach sozialen Belastungen wie z.B. Emigration oder Flucht, nach schwerwiegenden privaten und beruflichen Schwierigkeiten kann es zu einer Vielzahl von psychischen Problemen und Symptomen (wie z.B. depressive Reaktionen, Angst, Anspannung, Ärger) und einem starken emotionalen Leid kommen. Diese Belastungsreaktionen entstehen, wenn eine gelungene Anpassung an das belastende Lebensereignis nicht möglich war. Die Symptome einer Belastung entwickeln sich dabei innerhalb eines Monats nach Beginn des Stressors. Dabei können psychosoziale Belastungen und Belastungsreaktionen sowohl akut als auch chronisch sein. Dauern die Symptome weniger als 6 Mon. spricht man von einer akuten Anpassungsstörung. Bei einer Symptomatik, die mindestens 6 Mon. nach dem Beginn des Stressors fortbesteht (wie z.B. bei einer chronischen körperlichen Erkrankung) spricht man von einer chronischen Anpassungsstörung.